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Tipps zur Kita-Suche

Die Vielfalt in Potsdam an Kita-Trägern und -Konzepten ist groß, die Anzahl der freien Plätze in beliebten Kitas klein. Eltern müssen sich daher frühzeitig kümmern und vor allem wissen, was ihnen wichtig ist.

 

Organisatorische Fragen: räumliche Nähe, Betreuungszeiten

Wie wichtig ist mir die räumliche Nähe zum Wohnort? Komme ich gut zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Auto zur Kita? Liegt es auf dem Weg zur Arbeit oder ist es ein Umweg? Sind die Öffnungszeiten ausreichend für meinen Alltag?

 

Pädagogische Konzeption

Menschenbild und Rolle von Kindern und ErzieherInnen. Jede Kita ist verpflichtet, eine pädagogische Konzeption zu erarbeiten. Diese kann von den Eltern eingesehen werden. Die wichtigsten Richtungen haben wir unter Kita-Konzepte zusammen gefaßt.

 

Theorie: Die Konzeption verrät immer viel über das Menschenbild, das ihr zugrunde liegt. Werden Kinder als selbstkompetent betrachtet und dürfen viel selbst bestimmen? Oder stehen die Erwachsenen im Vordergrund in der Rolle der Welterklärer und Erzieher? Wenn eine Konzeption Sie anspricht, sollten Sie überlegen: Überzeugt mich das Menschenbild der Konzeption? Ist die Rolle der Erzieherin die Rolle, die ich für mein Kind möchte? Wende ich diese Form der Pädagogik auch Zuhause an oder möchte ich sie anwenden?

 

Praxis: Papier ist geduldig. Wird die Konzeption auch (von allen ErzieherInnen) umgesetzt? Leider bieten nur wenige Kitas die Möglichkeit, in der Einrichtung zu hospitieren. Fragen Sie trotzdem danach, vielleicht haben Sie Glück. Ansonsten bleibt nur das Gespräch mit ErzieherInnen und anderen Eltern. Fragen Sie doch zum Beispiel:
„Was machen Sie denn, wenn ein Kind mal so richtig einen Bock hat?“ Eine Antwort könnte sein: „Die Kinder dürfen bei uns auch wütend sein …“ Wenn die Antwort lautet: „Mit denen werden wir schon fertig, dann kommt er auf die Auszeitbank oder in einen anderen Raum“, dann sollte das Eltern aufhorchen lassen.
Themen, durch die mal viel über die grundsätzliche Einstellung zum Kind erfährt, sind auch Essen und Schlafen. Achten Sie auf klare Antworten. Antworten wie die folgenden sollten sie misstrauisch machen: „Nein, wir zwingen die Kinder natürlich nicht, aber wir achten schon darauf, dass nicht zu viel übrig bleibt. Wir kennen die Kinder ja auch und wissen, wie viel sie essen, soviel bekommen Sie dann von uns aufgetan …“
Auch beim Thema „Windelfreiheit“ können Eltern gut herausfinden, wohin der Hase läuft. Auch wenn die Antwort immer lautet: „Na klar, er ist noch ein Wickelkind, das ist ok“, so folgt dann eben manchmal: „Wir setzen die Kinder einfach ab einem Jahr alle aufs Töpfchen, das klappt dann schon.“ Oder: „Irgendwann wird es ihm schon peinlich sein.“
Einen guten Anhaltspunkt, ob die Kita zu den eigenen Vorstellungen passt, gibt auch die Frage, ob die Kinder selbst entscheiden dürfen, wo und mit wem sie spielen und ob sie an einer Aktion (z.B. Basteln) teilnehmen.

 

Organisationsstruktur

Gibt es geschlossene, altershomogene Gruppen in der Kita? Dann hängt die Umsetzung des Konzepts und das Wohlergehen Ihres Kindes sehr stark von einer ErzieherIn ab und es empfiehlt sich, die zukünftige ErzieherIn kennen zu lernen. Homogene Gruppen machen meist einen „aufgeräumteren“ Eindruck. Die Kinder sind in ähnlichen Entwicklungsphasen und spielen ähnliche Spiele. Das Schöne an altersgemischten Gruppen ist, dass sie näher am Leben dran sind. Große und Kleine lernen voneinander.

 

Räumlichkeiten: Wie groß ist die Gruppe, in der die Kinder zusammen spielen? Hat jede Gruppe mindestens zwei Räume? Ist ausreichend Freispielfläche vorhanden? Dürfen die Kinder sich frei aussuchen, wo sie spielen dürfen (auch draußen)?

 

Spielzeugangebot: Auch an den Spielsachen zeigen sich Einstellungen. Gibt es Naturmatierialien? In welchem Zustand sind die Spielsachen? Bieten die Sachen vielfältige Spielmöglichkeiten?

 

Essen: Wird vor Ort gekocht? Wie wichtig ist Ihnen Bio-Qualität? Was trinken die Kinder? Gesüßtes sollte tabu sein. Gibt es Süßigkeiten?

 

Träger: Elterninitiativen haben den Vorteil, dass Eltern vieles mitentscheiden dürfen, wenn sie sich im Vorstand engagieren. Das kostet natürlich Zeit und manchmal Nerven. Bekannte Träger wie AWO oder Fröbel bringen dagegen Erfahrung und Kontinuität ein. Fragen Sie nach, inwieweit Sie sich als Eltern einbringen dürfen und sollen und hinterfragen sie, ob es für Sie persönlich ausreichend ist.

 

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